Jörg Stamm

Nach dem jährlichen Winterhochwasser spielte Jörg hinter seinem Elternhaus in Drolshagen am Fluss. Sein Vater hatte eine Baufirma, die Nachbarn eine Tischlerei. Das bedeutete für ihn Holz und Nägel in Hülle und Fülle, was gepaart mit viel überschüssiger Energie bald seine erste Brücke über den Fluss ergab. Seit 30 Jahren lebt Stamm in Kolumbien. Dort hat sich der gelernte Schreiner auf das Bauen mit Bambus spezialisiert und seinen Einsatz als Baustoff perfektioniert.
Nach großen Erdbeben und Erdrutschen, die die lokale Infrastruktur wie Straßen, Brücken und öffentliche Gebäude zerstörten, bot Jörg dem kolumbianischen Staat seine Hilfe an. Mit lokalem Bambusmaterial baute er wieder dringend benötigte Brücken auf. Es folgten Schulen, Gemeindezentren und Sozialwohnungen. Die mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) kooperierende Universität Pereira/Kolumbien bot unter seiner Leitung ein Bambusbrückenbau-Seminar an, um das bei den Aufbauarbeiten erworbene Wissen zu verbreiten. Dabei wurde im Campus eine 40 Meter lange Freifeldbrücke gebaut, die bis heute im Einsatz ist. Es folgten Aufträge in Asien, Afrika und Lateinamerika. Jörg Stamm baut seitdem auf diesen Kontinenten Brücken mit großer Spannweite und Hallen in moderner Ingenieurbauweise – und hat sich damit den Ruf eines „Bambus-Papstes“ erworben.
Für seine Pionierarbeit im Bauen mit Bambus wurde Stamm im Rahmen des First World Prize for Contemporary Plan Fiber-Based Architecture 2019 mit einem Fibra-Award ausgezeichnet.

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